Zum Inhalt springen

Biblischer Impuls in Zeiten des Corona Virus

Jesus ist mein Halt!

Mt 14,22-32 - Text der neuen Einheitsübersetzung von 2016

14,22 Gleich darauf drängte er die Jünger, ins Boot zu steigen und an das andere Ufer vorauszufahren. Inzwischen wollte er die Leute nach Hause schicken.
23 Nachdem er sie weggeschickt hatte, stieg er auf einen Berg, um für sich allein zu beten. Als es Abend wurde, war er allein dort.
24 Das Boot aber war schon viele Stadien vom Land entfernt und wurde von den Wellen hin und her geworfen; denn sie hatten Gegenwind.
25 In der vierten Nachtwache kam er zu ihnen; er ging auf dem See.
26 Als ihn die Jünger über den See kommen sahen, erschraken sie, weil sie meinten, es sei ein Gespenst, und sie schrien vor Angst.
27 Doch sogleich sprach Jesus zu ihnen und sagte: Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht!
28 Petrus erwiderte ihm und sagte: Herr, wenn du es bist, so befiehl, dass ich auf dem Wasser zu dir komme!
29 Jesus sagte: Komm! Da stieg Petrus aus dem Boot und kam über das Wasser zu Jesus.
30 Als er aber den heftigen Wind bemerkte, bekam er Angst. Und als er begann unterzugehen, schrie er: Herr, rette mich!
31 Jesus streckte sofort die Hand aus, ergriff ihn und sagte zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?
32 Und als sie ins Boot gestiegen waren, legte sich der Wind.
33 Die Jünger im Boot aber fielen vor Jesus nieder und sagten: Wahrhaftig, Gottes Sohn bist du.

Gedanken dazu:

In der Erzählung vom Seewandel geht es um zwei Dinge: Angst und Mut. Zunächst vertraute Petrus auf Jesus und stieg aus dem Boot, ohne groß nachzudenken, was er da tat. Als er den Wind spürte und auf den Wellen schwankte, wurde ihm mit einem Mal aber bewusst, dass er auf dem Wasser ja eigentlich nur untergehen konnte. Sein Mut verließ ihn und da begann er wirklich unter zu gehen.

Aber Petrus versinkt nicht ganz: Jesus reicht ihm die Hand und zieht ihn wieder nach oben. Jesus rettet ihn.

So wie Petrus, von Jesus gerettet wird, obwohl sein Glaube einen Augenblick zu klein war, so vertraue auch ich darauf, dass Gott mich rettet. Jesus streckt auch mir immer wieder die Hand hin, wenn ich Angst habe, gerade auch jetzt, wo so vieles ungewiss ist und ich mich frage: „Wie wird das mit diesem Corona-Virus für uns alle noch weiter gehen? Schaffen wir das alles? Wie viele werden erkranken, wie viele sterben? Wird auch uns, unsere Familie das Virus treffen? Was wird dann sein? ...“

 Ich habe in meinem Leben erfahren, dass Jesus auch mir entgegen kommt und mir die Hand reicht, wenn die Angst mich ergreift und ich zu versinken drohe. Gerade auch in dieser unsicheren Zeit. So dürfen wir beten:

 Jesus, DU reichst mir die Hand und hältst mich fest.

DU schenkst mir Kraft und Mut.

Auf DICH vertraue ich.

Schenke mir DEINEN Segen.

Amen.

Andrea Schirnjack, Pastoralreferentin